Bio-Mode voll im Trend

Schon lange bringt man Bioprodukte nicht nur mit dem Lebensmittelmarkt in Verbindung. Auch die Modeindustrie wirbt nun mit Textilien aus rein ökologisch angebauter Baumwolle. Diese finden sich sogar bei großen Bekleidungsketten wie C&A und H&M. Ins Rollen gebracht hat diesen Trend das Unternehmen Hessnatur. Das Unternehmen produziert seit 1972 ausschließlich Bettwäsche und Kleidung aus Naturfasern. Damit wird der umweltbewusste Kunde angesprochen, der für die Ware jedoch tiefer in die Tasche greifen muss, als bei herkömmlich produzierten Textilien. Bei H&M bestand das T-Shirt bis vor kurzem nur zu 50% aus biologisch produzierter Baumwolle, bei Hessnatur zu 100% aus Organic Cotton. Doch dafür wird auch der dreifache Preis verlangt. Das rührt daher, da Hessnatur die organische Baumwolle fair handelt. Die komplette textile Wertschöpfungskette wird kontrolliert, d.h. von dem Bauern, die für den Anbau der Baumwolle verantwortlich sind, über den Transport der Wolle bis hin zur Verarbeitung und Verkauf des Rohstoffes. Der faire Standard ist garantiert. Damit nimmt das Unternehmen die Marktführerschaft im Sektor der fair produzierten Öko-Mode im deutschsprachigen Raum ein.

Das Modehaus C&A ist der weltweit größte Abnehmer der biologisch angebauten Baumwolle. Seit 2007 bietet das Unternehmen Bio-Baumwoll-Textilien zu günstigen Preisen für den Massenmarkt an und möchte in diesem Bereich weiterhin wachsen. Auch bei H&M sind seit 2007 Kleidungsstücke aus 100-prozentiger Bio-Baumwolle erhältlich. Beide Modehäuser sprechen mittlerweile mit ihren Produkten junge und modebewusste Kunden an, die auf den Preis und die Herstellung achten. Es wäre wünschenswert, wenn noch weitere Bekleidungsunternehmen Bio-Kleidungstücke in ihre Sortimente aufnähmen. Denn dadurch können die Arbeitsbedingungen auf der ganzen Welt verbessert werden.

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