Daumen hoch für chemiefreie Mode
Ein Trend, der sich momentan durchsetzt, ist die „Mode ohne Schadstoffe“. Oft wird geraten, neu gekaufte Kleidung vor dem Tragen erst einmal zu waschen. Der Grund dafür sind die chemischen Stoffe, mit welchen die Textilien zuvor behandelt wurden und die gesundheitsschädlich auf den Menschen wirken können. Doch die Stoffe hinterlassen nicht nur Spuren auf der Haut, sondern verschmutzen außerdem die Gewässer. Nun möchte auch H&M es den Modekonzernen Adidas, Puma und Nike nachmachen und ebenfalls auf ungesunde Chemikalien bei der Produktion ihrer Kleidungsstücke verzichten. Dies stellt einen weiteren Erfolg für die Greenpeace-Kampagne „Schmutzige Wäsche“ dar, die sich aktiv für die Beendung der Umweltverschmutzung in Herstellungsländern durch Chemikalien einsetzt. Es wurde nachgewiesen, dass Flüsse in China durch schadstoffhaltige Abwässer der großen Bekleidungsmarken verschmutzt wurden.
In den Kleidungsstücken von H&M und anderen Marken wurden Rückstände des Umweltgiftes Nonylphenol gefunden, der auch den Hormonhaushalt des Menschen beeinflusst. H&M möchte nun umweltfreundliche Alternativen zu den gefährlichen Schadstoffen in der Produktion einsetzen. Alle gefährlichen Chemikalien, die zum Waschen, Bleichen, Färben und Bedrucken genutzt werden, sollen ausgemustert werden. Das schwedische Unternehmen arbeitet mit gut 700 Lieferanten in Asien und Europa gemeinsam. Diese sollen in der Zukunft die geforderten Umweltstandards einhalten und auf die gesundheitsgefährlichen Chemikalien verzichten. Zudem möchte H&M den Verzicht der gefährlichen Chemikalien innerhalb der Textilindustrie vorantreiben. Doch immer mehr Modehäuser erkennen von selbst, dass schmutzig hergestellten Mode keine Zukunft haben wird. Dieser Trend wird die Wasserverschmutzung und somit die Belastung für Mensch und Umwelt in den Herstellungsländern mindern.
