Die Geschichte der Jeans
1847 ging der Jude Levi Strauss mit Stoffen und Kurzwaren nach New York. In dieser Zeit war der Goldrausch präsent, und so entwickelte er für die Goldgräber strapazierfähige Hosen. Dadurch entstanden die ersten Jeans aus braunem Segeltuch. Die braunen Jeans wurden später dann mit dem Farbmittel „Blue de Genues“ eingefärbt und bekamen so ihren Namen „Blue Jeans“. Die Hosentaschen wurden um 1870 mit Nieten verstärkt. Ebenfalls um diese Zeit wurde der bislang benutzte Zeltplanenstoff durch blauen Baumwollstoff, dem so genannten „Denim“, ersetzt. Die Jeans wurden früher maßgeschneidert von Hand angefertigt. Heute übernehmen das Maschinen. Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit läuft die Jeans über das Fließband und in das Kaufhaus.
Die Baumwolle für die Produktion der Jeans wird in Entwicklungsländern wie Kasachstan angebaut. Diese Baumwolle wird dann in der Türkei zu Garn gesponnen und in Taiwan zu einem Jeansstoff verarbeitet. Die blaue Farbe zum Färben wird in Polen hergestellt, und mit dieser Farbe wird in Tunesien dann die Jeans gefärbt. Zum Schluss werden die Jeans in Bulgarien veredelt, damit der Stoff weich und knitterarm ist, und in China werden die Einzelteile schließlich zu einer kompletten Jeans zusammengenäht. In Frankreich durchläuft die Jeans einen Waschgang und wird dann nach Deutschland geliefert, wo sie ihr Firmen-Label und den Aufdruck „Made in Germany“ bekommt. So legt die Jeans viele, viele Kilometer zurück bevor sie in unserem Kleiderschrank landet. Die Produktion verteilt sich auf mehrere Länder und findet schon lange nicht nur in einem Land statt. Dadurch, dass Teile der Produktion in Billiglohnländern stattfinden, erhalten wir die Jeans viel günstiger als noch früher.
